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12.2.09

Enter Sandman

In der Bahn lese ich „Sandman“ von Neil Gailman auf meinem Laptop. Oder soll ich cool sein (wie meine Klassenkameraden) und statt Laptop jetzt „Thinkpad“ sagen? Ich stand damals beim Grabmöhrenstammtisch auf Wartelistenplatz 5 oder so um die Comics ausgeliehen zu bekommen. Axel hatte die damals in spezielle Comichüllen gepackt. Ich hätte auch gerne die richtigen Comics. Allerdings wären die unterwegs dauern gefährdet....
Amazon hat in den USA ja den Kindle 2 eingeführt. Ich weiß noch nicht genau was ich davon halten soll. Einerseits ist ein Laptop zum lesen von Nachrichten und Büchern zu groß und schwer, andererseits kann ich darauf ja lesen was ich will. Ich finde elektronische Tageszeitungen auch eher zwiespältig. Sicherlich praktisch und umweltfreundlich, andererseits mag ich die Haptik von Zeitungen. Ja, irgendwann in grauer Vorzeit hatte ich mal ein Süddeutsche-Abo. =))

Zahlen des Tages

14 Kilometer von Gibraltar nach Afrika, 25000 Menschen könnten ihre Jobs im Maschinenbau verlieren (vor 5 Jahren hieß es: studier Maschinenbau, da wirst du gebraucht), der deutsche Werbemarkt hat ein Volumen von 30 Milliarden Euro, Obama gibt 900 Milliarden aus, Merkel 80, ich bin 25, habe heute 2 Tassen Kaffee getrunken, 1 Schüssel Bio-Müsli gegessen, schreibe immer noch kein 10-Finger-System, sondern eher so was wie 5 oder 6 Finger. Ich mag Zahlen nicht. (alle Zahlen in diesem Eintrag habe ich heute irgendwo gelesen)

28.1.09

Bahnfahrkopfkino

Morgendliches Bahnfahren. Dazu ASP „Schwarz“. Danach „The Plasmareds“ und „U-Bahn X“. Neben mir sitzt ein junger Mann in meinem Alter und liest „Gitarre & Bass“. Die Buttons an seiner Mütze lassen auf „US-Punk“ schließen. Ich überlege kurz, was für eine Gitarre der Kerl wohl hat, ob er wohl in einer Band spielt und erinnere mich an meine glorreiche Musikerkarriere. Wobei wir mit in etwa 30-40 Auftritten in einem Jahr mal garnicht schlecht waren, wir haben aber auch wirklich überall gespielt inkl. Dem Jugendhaus Hallschlag in Stuttgart, lustige Anti-Agressions-Ecke, aber heftiges Umfeld. Der Jugendhauschef wohnte direkt am Jugendhaus und ist nur mit seinen beiden Schäferhunden spazierengegangen, weil er es satt hat von minderjährigen mit Klappmessern ohne Halt und Grenzen bedroht zu werden. Seinen Geldbeutel nimmt er abends auch nicht mit. Und seit jemand seinen früheren Hund im Garten erstochen hat schlafen die Tiere im Haus. Er hat sich mit seiner Arbeit im Jugendhaus wohl nicht überall Freunde gemacht.
Deutschland, das waren die 90er (unglaublich) und eine Stadt wie Stuttgart.
Mittlerweile waren wir in Böblingen und die Menschen um mich herum sind andere. Gegenüber ein anderer Informatiker.

Musik: KiEw – Käferfrühstück.

Der Moment als ich das erste mal „Feierabend in KiEw“ gehört habe. Ich war wirklich etwas schockiert, dass es so was überhaupt gibt. Und dann fand ich es scheisse. Und dann lief dieser Song auch noch jede Woche in der Scheune oder der RoFa. Und irgendwann kennst du den Namen „Douglas Detch“ im Schlaf und magst das Lied. So funktioniert das. ;-) Das ist ja eigentlich genau wie mit allem, was so in der Werbung vorgeführt wird.
Was mich daran erinnert, dass Nina und ich gerade Gothic3:Götterdämmerung spielen. Ich lasse mich jetzt nicht über die vielen Fehler in dem Spiel aus, darüber kann man überall lesen, aber: dort gibt es eine Aufgabe, die sich „töte die Entstellten“ heißt. Die „Entstellten“ sind eine Gruppen Menschen, die in einer Höhle leben und keinen Führer anerkennen. Und die soll man töten. Das ist nicht nur politisch absolut unkorrekt, sondern einfach nur geschmacklos und den Schöpfern gehört dafür eigentlich ins Genick geschossen.

Großstadtgeflüster – Lebenslauf

Mein Magen ist immer noch eine dieser kleinen klebrigen Geschwüre (so fühlt es sich halt an, bil dlich gesprochen) heute Morgen. Ich habe das öfter. Hat mit falschem Essen und zuviel Magensäure zu tun. *brrr* Ich fahre gerade zur BA um mit Menschen, die über „Ökos“ lästern und Schwule nicht mögen in einem Raum zu sein. Zwischendurch prügelt man sich dann und alles ist fein.

Solltet ihr das hier lesen: Fresst meine Shorts! ;-)

Nein, es gibt sie natürlich auch, die Ausnahmen, die so was wie ein Leben besitzen zu scheinen und damit bin ich dann ja schon mal zufrieden.
Ich sollte jeden Morgen heimlich Flyer verteilen und die BA mit politischen und kritischen Postern zupflastern, damit ich mich nicht damit konfrontieren muss, dass ich irgendwie auch versuche einfach zu überleben. Ich ekle mich an.

Da ich nun gleich in der BA bin ich einfach nur stolz auf diesen langen Eintrag. Und aus unerfindlichen Gründen denke ich an den leckeren Hackfleischnudelauflauf, den ich gestern mit Hilfe von Maggi Fix gekocht habe ;-)

25.1.09

Zugnackenhörnchen

Heute Morgen war die Regionalbahn in Herrenberg so spät dran, dass sie noch am Bahnhof stand als ich an den Bahnhof kam. 2 Männer (bestimmt Dauerbahnfahrer) hatten sich Nackenhörnchen mitgenommen um besser eine Sitz-/Liege-/Schlafposition zu finden. Ich war so was von neidisch. ;-)

20.1.09

Heute Morgen war die Regionalbahn in Herrenberg so spät dran, dass sie noch am Bahnhof stand als ich an den Bahnhof kam. 2 Männer (bestimmt Dauerbahnfahrer) hatten sich Nackenhörnchen mitgenommen um besser eine Sitz-/Liege-/Schlafposition zu finden. Ich war so was von neidisch. ;-)

16.1.09

Böblingen

Ich fahre mit der Bahn nach Hause. In Böblingen am Bahnhof ist ein Süßigkeitenautomat voll mit selbstgemalten Plakaten, auf denen Botschaften stehen wie „wir vermissen dich“ usw.. Da hat sich bestimmt jemand das Leben genommen. Die Aufmachung der Plakate (ich konnte die nur beim Einfahren ganz kurz sehen) lässt auf einen Teenager schließen. Mich hat das kurz echt nachdenklich gemacht. Ein junger Mensch nimmt sich ja nicht einfach so sein Leben.
Andererseits könnte es einfach nur so sein, dass ein junger Mensch am Bahnhof gestorben ist. Wieso?

14.1.09

Bahnfahrblitzdings

Es ist 7Uhr früh und ich sitze malwieder in einer viel (VIEL!) zu vollen S-Bahn. Heute erleuchtet von Oberleitungsblitzen, da die Leitungen voller Eis sind. Mal was anderes.

Nicorette - Werbung

Damit ihre Lunge nicht schwarzfahren muss! – Slogan der Nicorette-Werbung. =)
Womit wir wieder bei Schwarzfahrerwitzen angelangt wären ;-)

In Wahrheit wollen die sich auch nur eine neue Suchtlerkundschaft aufbauen. Wartet nur, in ein paar Jahren gibt es spezielle "Nicorette Inhaler"-Zimmer in jeder Wirtschaft. ^^

6.12.08

Manchmal...

Manchmal lässt es sich einfach nicht verhindern, dass ich todtraurig bin. Ich glaube, dass sowas auf eine gewisse Art und Weise normal ist und ich möchte mein Blog auf keinen Fall zum rumjammern benutzen. Aber irgendwie gehört es auch dazu nicht nur die lustigen Momente hier zu veröffentlichen. Über denn Sinn oder besser Unsinn dieses Blogs streiten wir aber besser nicht. Keine Lust, ich habe Wochenende.
Jedenfalls:
Wenn ich einen dieser totalen Depri-Momente habe kommen dann solche Texte dabei heraus:

Ich sitze in der Bahn nach Herrenberg und wünschte ich könnte mich konzentrieren. Ich fühle mich gelähmt vor Angst. Unfähig auch nur irgendwie damit umzugehen. Heute morgen war ich ein klarer, kühler Gebirgsbach, der sich seinen Weg hinab ins Tal windet, mit Stromschnellen, Windungen, Moosbewachsenen Ufern, Farnen, die ihre Blätter in das eiskalte Wasser hängen lassen. Jetzt weiß ich nicht ob ich ein übergelaufener Tümpel an einem heißen Sommertag, oder der offene Ozean bei Windstärke 8 und mit meterhohen Wellen bin. Ich tendiere zum Ozean. Bahnfahren hat normalerweise eine beruhigende Wirkung auf mich, mal sehen was heute dabeiu herauskommt.

2.12.08

11:00 Uhr

Ich laufe die 20m zur Bushaltestelle, 15 Stufen in das Erdgeschoss, Türe auf, 20m durch die Einfahrt auf die Strasse und ich stehe an der Bushaltestelle. Nieselregen und kein Schirm dabei. Der Bus hat nur wenig Verspätung. Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen mich alle unfreundlich ansehen. Oder sehe ich einfach alle Menschen unfreundlich an und ernte nur was ich sähe? Ich mache eine Notiz an meinen imaginären Kühlschrank „darauf achten wie ich dreinschaue, niemand gibt mir einen Grund, der finstere Blicke rechtfertig“. Ich höre Musik *neueKopfhörerbesitz* und freue mich darauf in der Bahn zu bloggen. Einen Sitzplatz zu finden ist um diese Uhrzeit kein Problem, nicht so wie morgens um 7 Uhr. Sitzplätze gibt es meist noch genug, nur muss man sich einen „4er-Sitz“ mit 1-2 Leuten „teilen“, was schon ein wenig in Folter ausartet, wenn man über 1,75m groß ist. Und wenn dann noch die Menschen, so wie ich auch, mindestens eine mittelgroße bis reisekoffergroße Tasche mit sich herumtragen....eng und kuschelig. *brrrr*Jedenfalls sitze ich nun am Fenster der Bahn, blicke rüber zum Herrenberg und denke an Nina, die gerade am Esstisch saß, und schicke Küsse und Liebe rüber. =)

22.11.08

Wieder mal Bahnfahren mit Benny. (Vorsicht Zynismus, Ironie,...)

Gespräche über Pferde – drei TennagerPseudoErwachsene Gören und ihr obligatorischer schwuler Freund. Alkoholgeruch von der obligatorischen Wochenend-Sauf-Gruppe.Minderjährige, die auf dem Heimweg sind, die nicht länger als 12 wegbleiben dürfen. Penetrante, versnobt dreinblickende „Bessergestellte“. Wichtig aussehende Anzugträger, neben der Oma mit dem Pelzmantel.

Will ich diese Stereotypen sehen oder sind sie wirklich da?

ch bin voller vorgefertigter Bilder in meinem Kopf, urteile obwohl ich selbst nicht beurteilt/verurteilt werden möchte. Ich sollte das lassen. Oberflächlichkeit und Intoleranz. Ich bin auch nicht viel besser als die Menschen, die sich nach mir und Nina umdrehen, wenn wir Hand in Hand unseren Einkaufswagen durch den Marktkauf schieben. Ich war auch mal biertrinkend in einer S-Bahn, ich habe auch mal nur bis 12 wegbleiben dürfen.

Das Einzige an das ich mich vielleicht nie gewöhnen werden kann ist dieses Mischmasch an Gerüchen und Gestänken. Sind sie in allen S-Bahnen der Welt gleich? Oder nur in Stuttgart? Gerade riecht es nach Gummibärchen weil der "schwule, feminine, gut zuhören könnende Teenager" eine Tüte voll isst. Vielleicht ist er ein übler Drecksack, der nicht zuhört und alle scheiße behandelt weil er so unglücklich darüber ist, dass er schwul ist und nicht den Mut hat es anzunehmen und zuzugeben (nicht, dass es einfach wäre, um Himmels willen).

Ich bin schrecklich gerne zynisch. Und ich mache mich über mich selbst lustig. Man sollte sich immer an seine eigene Nase fassen.


(Anm. von Benny: ich habe heute ein neues Wort für Nase gelernt: "Breschdleng" - eine besondere Sorte Nase, wer mir sagt was für eine Sorte "Nase" es ist, bekommt keine Waschmaschine. ^^)

24.10.08

Öffentliche Verkehrsmittel

Das Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln an stark verregneten Tagen hat durchaus masochistische Züge.
Nässe von oben, Nässe von der Straße, Kälte durch Auf-Den-Bus-Warten, dazu ein ungesundes Maß an Bewegung da man irgendwann, zwangsläufig zu Fuß gehen muss.
Die an solchen Tagen bevorzugt auftretenden feuchtwarmen S-Bahnen sind das bevorzugte Biotop von Schwitz- und Fischgerüchen. Leider nicht nur in Axelhöhlen.
Ich hatte mal Hunger.

12.4.08

Männer tragen Röcke

Ich fahre mit der Bahn nach Ludwigsburg, zur Arbeit. Das Wetter draussen ist grau und gestern hat es einen kleinen Kälteeinbruch gegebn. Dabei war doch schon fast Frühling. Ich bin mitten im Berufsverkehr unterwegs und die Bahn ist voll ohne Ende. Ich lese nebenbei in den "gesammelten Werken" von E.A.Poe (ich habe beschlossen eben jene komplett zu lesen - endlich!) und schaue kurz auf als die Bahn in "Feuerbach" neinfährt. kurz bevor die Bahn anhält sehe ich einen Herrn mittleren Alters - ich schätze mal Anfang/Mitte 40. Er hat sich seine lichter werdenden Haare über seine Halbglatze geschleimt, trägt eine kleine Brille mit runden Gläsern in seinem Runden, etwas aufgequollen wirkenden Gesicht, durch die Gläser Blicken 2 aufgeweckt hin- und herschauende Augen. Er trägt einen schwarzen Kurzmantel und - unglaublich - einen schwarzen, knöchellangen Rock und braune Halbschuhe. Meine Neugier ist natürlich geweckt, ich prüfe nacheinander diverse Stereotypen in meinem Kopf ab und mich drängt es, ihn auf sein Äußeres anzusprechen, einfach weil ich kein passendes Stereotyp für ihn finde. An dieser Stelle sei gesagt, dass Stereotypen prinzipiel scheisse sind, aber sie sind menschlich, nur sollte man sich ihrer bewusst sein und nicht an ihnen festhalten. Jedenfalls blicke ich neugierig zu dem Herrn hinüber und: sehe, dass er nicht in einem "normalen Buch", sondern in der Bibel liest und ein ein weißer Kragen unter dem Mantel hervorblickt.
Leider war's also nichts mit "interessantem Menschen", einfach ein Pfarrer in seiner schwarzen Kluft.
Zuerst bin ich enttäuscht, dann muss ich aber doch lachen, weil: witzig war's in jedem Fall =)

23.2.08

Bahnfahrt am Valentinstag

Ihr habt richtig gelesen, auch ich habe das „V-Tag“-Wort erwähnt, den vor 10 Jahren noch fast keiner kannte. Was mich wiederum dazu führt, dass ich eigentlich sagen müsste „vor 15 Jahren“. Kennt ihr dass, ihr redet über „früher“ und sagt sachen wie „vor 10 Jahren“ und stellt dann im Nachhinein erschrocken fest, dass es eigentlich mindestens 15 Jahre her ist? So geht es mir immer öfter. Benjamin, du bist keine 20 mehr! Verdammt!

Jedenfalls habe ich kein V-Tag-Geschenk für Nina. Wir haben nächste Woche unser erstes Jubiläum und da schenken wir uns natürlich was, und ich habe keine Ahnung was ich ihr denn schenken soll. Aber da ich heute sozusagen 2 „Geschenke“ gespart habe, habe ich schon 2 tollitolle Ideen. Aber: PSSST! ;-)

Draussen scheint übrigens die Sonne. Und ich habe Lust mich auf die Burgmauer auf dem Herrenberg zu setzen und ein Eis zu essen. +yamyam+ überhaupt habe ich ganz schrecklichen Appetit und muss gleich daheim mindestens 3 Schnitzel essen ;-) und als Nachtisch gibt es Nina ^^

7.2.08

Glück...

... ist für mich heute:

  • zum Marktkauf fahren um Tiefkühl-Muscheln für die Spaghettisoße zu kaufen
  • die Spaghetti mit den Muscheln bei Kerzenschein mit Nina zu verspeisen
  • mit Nina über Dinge reden, über die ich mich noch nie getraut habe zu sprechen und dann anstatt ausgelacht oder nichtgewollt zu werden, mit einem lächeln in den Arm genommen werde und Nina gibt zu ähnlich zu denken oder zu fühlen.

31.1.08

Bahnfahren 5b)

Arbeiten habe ich hinter mich gebracht. Natürlich wieder nicht pünktlich losgekommen, zur Bahn rennen, weil ich keine Lust habe wegen der 3 oder 4 Minuten, die ich auf einen Bus warten müsste, die Bahn zu verpassen. Ich renne jedenfalls in sehr sehr kurzer Zeit zum Bahnhof und verpasse natürlich die Bahn, ihre Rücklichter zwinkern mir ein „haha“ zu und ich muss husten. Mein Asthmaspray steht zuhause im Bad. Pech.

Ich telefoniere mit Nina und einer der Männer, die immer im Bahnhof sitzen und ihr Bier trinken um ihr Leben ertragen zu können steht an einem der Tische in der Bahnhofshalle gegenüber des Bäckers und isst einen Mohrenkopf aus einer frischgekauften Dickmanns-Packung. Daneben steht ein Sixpack Bier und er beisst ganz begeistert in seinen Mohrenkopf und trinkt einen Schluck aus der ersten Bierflasche und er lächelt und der Mohrenkopf scheint wirklich lecker zu schmecken. Ich bin unzufrieden, mir ist kalt und ich denke darüber nach, dass ich Nina viel zu wenig sage, was sie mir bedeutet. Gerade am Telefon waren wir beide nämlich grummelig. Ich habe das Bedürfnis mir Süßigkeiten in den Mund zu stopfen. Mein Bauch wird mich dafür hassen und nur mit Glück werde ich sie bei mir behalte können – Grippe, hatte ich glaube ich schon erwähnt.

Trotzdem kaufe ich ein Twix, futtere es gleich in mich rein und schiebe noch eine Packung „Lachgumme“ hinterher. Und nachher jammere ich wieder, das ich Bauchschmerzen habe und mir schlecht ist.

Mittlerweile ist die Packung in meinem Bauch deponiert und mir geht es nicht besser oder schlechter als vorher. Ich fühle mich noch immer leer und hungrig, kalt und mir ist immernoch etwas schlecht. Ich höre ein Song der „Geekcore“ heisst und muss lachen weil Nina mich immer als „Nerd“ bezeichnet. Vielleicht wartet sie ja am Bahnhof auf mich. Das wäre „schön“. Schön habe ich deshalb in Anführungszeichen gesetzt, weil ich „schön“ unbefriedigend für das Gefühl das ich habe bzw. hätte.

Ach ja: überall noch mehr „Narren“. Leute in voller Hexen-/Teufel-/Whatever-montur, ein Teenager im Mariachi-Costüm und mit Trompete. Letztere scheint er ganz gut zu beherrschen, ich bin aber nicht gerade in „Trompeten“-Stimmung. Aber egal.

Mir ist übrigens gerade ein tolles Fasnets-Kostüm für mich eingefallen: ich könnte mir eine hellblaue Jeans anziehen, einen dunkelblauen Pullunder mit hellem Poloshirt, usw.. Benny der Doppelkrägler. Fehlt nur noch die Burschi-Mütze oder was-auch-immer diese Menschen so tragen.

11.1.08

Reflexionen

Ich sitze in der Bahn nach Tübingen und sehe nach draussen. Es ist neblig ohne Ende und ich mag es. Zumal es nicht gar so kalt ist, was natürlich auch daran liegen kann, dass ich gerade noch unter der heissen Dusche stand und ich die Kälte deshalb nur nicht so stark spüre, und ich mich sehr wohl fühle.

Ich blogge das erste Mal seit Wochen in der Bahn und ich merke wie sehr ich es vermisst habe zu tippen, aus dem Fenster zu sehen und die Welt an mir vorbeirasen zu sehen.

(innere Notiz an mich: öfters in der Bahn bloggen/schreiben)


Überhaupt hat sich sehr viel verändert. Insbesondere ich. Das ist gut. Vor allem deshalb, weil ich merke wie sehr ich mich in den 3 Jahren, seit ich bei meinen Eltern ausgezogen bin verändert habe. Ich bin verschlossener, habe mehr Probleme damit Wahrheiten auszusprechen und mich der Realität zu stellen. Mann könnte sagen ich habe mir angewöhnt verschlossen und verlogen zu sein. Mir selbst gegenüber und anderen. Mit Nina hatte ich darüber schon viele Gespräche und es hat wirklich sehr lange gedauert, bis ich alles in der vollen Bandbreite begriffen habe, was mir natürlich leid tut, immerhin hat sie es nicht verdient erst immer hinterher die Wahrheit zu erfahren, was eigentliche Kleinigkeiten schnell zu etwas größerem Macht als sie sind. Aber ich hatte von mir doch ein wirklich festgefahrenes, starkes „Von-mir-selbst-überzeugt-sein“-Gefühl und das wiederum hat mir es wirklich schwer gemacht manche Dinge zu sehen. Das könnte ich jetzt noch weiter austreten, aber dafür ist hier nicht ganz der richtige Ort. Zumal es Leute gibt, die es nichts angeht, wie es mir geht und was ich treibe und die hier mitlesen. Sicher etwas paradox, immerhin ist dies hier ein Blog und ja dazu gedacht meine Gedanken publik zu machen, aber ich schweife ab. Kurz gefasst: Benny muss wieder offener werden und ehrlicher sein!

(2. Notiz an mich: weitermachen!)

Eine weitere Veränderung, die mir mehr und mehr bewusst wird ist die unangenehme Art, dass ich zusehens meinen Gesprächspartnern ins Wort falle. Dabei bin ich alles andere als ein respektloser Mensch. Und dadurch werden Gespräche mit mir echt anstrengend für meine Gegenüber.

(Deshalb eine weitere Notiz an mein inneres schwarze Brett: Abstellen!)

Das klingt schwer nach Traurigkeit, sicher ist das alles manchmal schwer, aber es fühlt sich gut an, endlich mich und vieles um mich klarer zu sehen und das wiederum hilft mir in meiner Beziehung und meinen Freunschaften usw.. Man könnte sagen, ich bin gerade dabei mich neu wiederzufinden, nicht immer einfach, bisher gab es auch viele – okay, zuviele – Rückschläge, die ich viel zu spät erkannt habe, aber ich denke, ich bin gerade dabei wieder den alten Pfad zu entdecken, den ich, aus für mich noch ungeklärten Gründen, verlassen habe.


Man merke: es geht voran.


20.11.07

Reflecting

endlich wieder einen kleinen Eintrag von mir **freu**

ich sitze in der Bahn nach Tübingen, wiedermal rast die Landschaft vorbei und ich höre Musik und überlege worüber ich denn nun Bloggen soll. Ein paar Mal hatte ich in den letzten Tagen genau das richtige Gefühl für einen neuen Eintrag und er verstrich irgendwie ungenutzt. Nichts hätte mich afgehalten aufzustehen und dieses Gefühl in Worte zu fassen und dann irgendwann hochzuladen. Zumal wir inoffiziel wieder Internet haben. Derzeit muss ein offenes Wlan-Netz herhalten. Wir machen natürlich nichts großartiges ausser E-Mails zu checken und so, aber naja, so recht wohl ist uns dabei nicht und wir würden ja gerne unser eigenes Internet haben. Naja, im Dezember dann. Zumindest ist das mein letzter Stand, immerhin hab ich einen finalen Termin (mal sehen ob KabelBW den einhält).

Das Werbeplakat am Tübinger Bahnhof das ich gestern gesehen habe vertröstet mich immerhin damit, dass die KabelBW-10Mbit-Flat bei ihrgendeinem Test gut abgeschnitten hat.


Ich stehe jetzt übrigens regelmäßig vor einer Klasse. Bzw. vor verschiedenen Klassen. Letzte Woche 7 Stunden, diese Woche wohl 4 oder so. Mir macht das ganze ziemlichen Spaß, auch wenn es nicht immer ei nfach ist. Entweder wegen der Klasse, dem Kollegen, mit dem ich zusammenarbeiten „darf“ oder weil ich einfach auch Dinge falsch mache. Zum Beispiel plane ich öfters mal etwas zuviel für eine Stunde ein. Aber das geht wohl noch jedem Lehrer nach Jahren ab und an noch so. Man arbeitet halt nicht mit kleinen, willigen Lernmonstern, sondern mit Menschen, die nach 4 Stunden bei anderen Lehrern einfach keine Lust mehr haben oder die einfach nach einer Klausur kene Lust mehr haben, oder weil sie soviel Hormone im Körper haben, dass sie einfach verrücktspielen müssen. Manchmal frage ich mich auch, wo manche Lehrer leben.


X zum Beispiel versteht nicht, dass ich nebenbei arbeite, schließlich soll man sich doch auf sein Studium konzentrieren und auch ja auf jede Gesamtlehrerkonferenz gehen, egal ob die an einem der Hauptarbeitstage von mir stattfindet, oder nicht.

Y, der einen Schüler, der immer schwarze Ledermäntel und Nietengürtel und -armbänder trägt, vor Kollegen im Lehrerzimmer als Satanisten bezeichnet und diverse abfällige Kommentare von sich gibt. Ich war sehr sauer. Sehr sehr. Ich wusste nur garnicht wie ich mich verhalten soll. Soll ich mich als einer von den vielen „Satanisten“ da draussen outen? Oder zumindest sagen, dass ich den Kommentar scheisse finde? Oder einfach die Klappe halten? Wohl irgendwas zwischen „still sein“ und „wütend sein“. Sicher bin ich nicht großartig in der Lage als Praktikant ein großes Publikum zu bekommen, aber ich werde meine Meinung sagen.**grml**

Das läuft dann so wie an meiner alten Schule, wo alle BlackMetaller erstmal für den Selbstmordversuch einer Schülerin verantwortlich gemacht werden, alle Lehrer sie mobben und der Rektor jeden auf sein Büro ruft, bis dann mal rausgelassen wird, dass die Schülerin Türkin war und verheiratet werden sollte. Da würde ich mich auch von einer Brücke schmeissen. Nur würde ich nicht gerade einen HIM-Songtext hinterlassen. Aber das Mädchen konnte nichts dafür, dass wir bösen „Satanisten“ angeschwärzt wurden. Tsss. Jedenfalls waren es 2 schlimme Wochen für uns damals, und die schlechten Mitarbeitsnoten usw. Wurden auch nicht zurückgenommen. Zeitungsartikel nicht berichtig und auch sonst keinerlei Entschuldigung ausgesprochen. Lächerlich ist das.

Und genau so viel Dummheit auf Lehrerseite, wie jetzt an dem Gymnasium, an dem ich Praktikant bin, macht mich wütend. Egal ob es „Satanisten“ sind, oder „schwierige Schüler die nicht auf die Schule gehören“. Alles hat immer auch eine Ursache......*grml*

23.7.07

Weichenstellen

Es ist Donnerstag und ich schreibe meinen ersten "richtigen" Blogeintrag seit langem. Es war einfach zu viel los in letzter Zeit und ein Blogeintrag braucht eine gewisse Grundstimmung und in letzter Zeit kam es einfach nicht zu der Stimmung.
Mein Tag war sehr chaotisch, ich habe vieles nicht gemacht, was ich tun wollte und vieles gemacht, das ich nicht tun wollte. Ich habe rumgewurschtelt und mich erfolgreich davor gedrückt meine Wohnung zu putzen. -.-
Das werde ich morgen nachholen. Mittags verlasse ich das Haus und es nieselt leicht, ist aber relativ warm, so dass ich in meinem Pulli schwitze. Der Nachmittag war dann wieder genauso heiss wie die letzten Tage und ich klebe am ganzen Körper und freue mich auf meine wohlverdiente Dusche.
Nina wird hoffentlich auch zuhause sein und vielleicht....... keine Pläne für heute. Pläne sind doof. Pläne verknüpfen sich mit Hoffnungen und Erwartungen und Enttäuschungen derselben kosten zu viel Kraft und zu viel wertvolle Nina-und-Benny-Zeit.
Jetzt gerade sitze ich in der Bahn, bin ganz und gar müde, etwas traurig und mein Handy schweigt mich an, ich denke über vieles nach, in der Sitzgruppe vor mir lacht ein Kleinkind und alle Leute um mich sind froh und freuen sich. Einige sind müde und verschwitzt, wollen "ankommen" und sich ausruhen.
Ich denke an Dinge, die ich machen muss und an die Dinge, die ich erledigen will und möchte und mir wird bewusst wieviel Mist ich mache, obwohl ich keine Lust habe und mir andere Dinge wichtiger sind.
Es ist Zeit, ich brauche eine kleine Datenträgerbereinigung, etwas Urlaub und mein Zuhause, dass sich schon jetzt so sehr danach anfühlt. Und die kleine Frau, die mehr Aufmerksamkeit und Zeit verdient hat. Und weniger komplizierten Psyho-Schmu (den Begriff hab ich bei Ash gelesen und er trifft es sehr gut!) von Benny.
Irgendwie.
Ich fühle mich wie dieser Zug, der mit ungefähr 80km/h durch die wunderschöne Landschaft, meine Heimat, rast. Ich rase manchmal führerlos durch mein Leben und dann stelle ich die Weiche falsch und würde am liebsten umdrehen und zurückfahren, einen anderen Weg wählen, aber das Leben kennt keine Rückfahrkarte und umdrehen kann man nicht. Man kann nur versuchen Dinge anders und besser zu machen um die nächste Weiche vielleicht richtig zu stellen.
Ich habe viele Weichen richtig gestellt. Einige falsch. Und ich hoffe sehr, vielleicht bald wieder einige richtige Dinge zu tun. Und meine große, wichtige Entscheidung genießen. Meine Liebe. Nina.
gute Nacht

Benny

Current Track:
Massive Attack "teardrop"

23.3.07

Bahnfahren (again)

Bahnfahren
Draussen liegen ein paar Zentimeter Schnee, es ist kalt (vielleicht 2-3 Grad) und die Bahnen fahren nicht. Ich laufe zum Bahnhof und bin etwas zu früh dran und schaue kurz noch in Alex Studio rein, Micha hat versprochen mir die Breschdleng-CD zu geben. Er ist nicht da und Sia erzählt mir, dass die Bahnen vielleicht nicht fahren.
Nachdem ich die leise Ahnung, dass es vielleicht schwieriger werden könnte nach Tübingen zu kommen, beiseite geschoben habe, laufe ich zum Bahnhof und warte. Die Bahn hat 12 Minuten Verspätung und ich lese und stehe rum und überlege kurz, ob ich nicht einfach wieder heimgehen soll. Ich beschließe pflichtbewusst zur osteuropäischen Geschichte zu fahren und dort den Rechner hoffentlich wieder zum Laufen zu bringen.
In Herrenberg warte ich nochmal gut 20 Minuten in der Kälte, schließlich hat der Anschluss nichtmehr gepasst, und lese weiter. *grml*
Eine ältere Frau, so etwa Mitte 60 vielleicht, fragt nach einem Handy und eh ich "Sie können meines haben" sagen kann drängt sich doch glatt eine kleine blonde Schlampe vor und bekommt natürlich auch noch 5€ für ein etwa 30 Sekunden dauerndes Telefonat. Mir geht es nicht um die 5,-€ oder darum, dass ich kleine blonde Frauen nicht mag (die Bezeichnung Schlampe habeich nur benutzt, weil ich es so überspitzt schreiben will), sondern darum, dass ich "bedrohlich" oder zumindest "anders" aussehende Menschen auch nett sein können und Hilfsbereitschaft kein Fremdwort für Menschen mit einem Geschmack abseits des "mainstreams" ist.
Nein, ich will nicht unbedingt Aufmersamkeit, aber das wäre eine schöne Möglichkeit gewesen, vielleicht 1 oder 2 Bretter vor dem Kopf bei mnachen Leuten wegzureissen.