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21.2.09

Valentinstag

Draußen fällt Schnee während ich zur Bahn laufe. Dieses mal falle ich auf meinen abgelatschten Docs sogar nicht hin. Ich könnte natürlich auch einfach mal eine neue Sole draufmachen lassen. Könnte. Ich finde die Welt draußen sehr schön und ich würde gerne mit einer Thermoskanne Tee auf dem Herrenberg sitzen, mit Nina, und der Welt beim aufwachen zusehen.
Stattdessen fahre ich mit der Bahn in den Rachen dieser Welt, Moloch, werde dort ein paar Stunden lang ausgequetscht und werde dann wieder ausgekotzt.
Ha, schon wieder ein negativer Post. Eine große Tasse Selbstmitleid bitte.
Nein, jetzt mal ernsthaft. Es ist nicht nur schwarz. Ich lerne auch so ein paar wirklich interessante Dinge und wenn ich dann, so wie gestern, von 4 bis 10 lerne und mir dabei so auf eigene Faust ein paar Wissenknoten entwirren und Lücken schließen kann, dann fühlt sich das schon ziemlich gut an. =) Und manchmal muss ich mir einfach fast ein Lachen verkneifen, wenn ich meine Klassenkameraden so sehe. Okay, ganz schön überheblich von mir dann, aber hey, ich muss mir mein Leben auch irgendwie angenehmer gestalten. Und vielleicht kommt der eine oder andere ja auch mal darauf, dass es bescheuert ist, wie er sich so verhält. ;-) Aber bald, in ein paar Stunden ist Wochenende. Okay, lernen und so, aber: Wochenende. Und: Valentinstag. Nicht, dass ich diesen ganzen Valentinstagsrummel so richtig mitmache, nein nein.
Für mich ist er irgendwo doch sehr wichtig. Das hat einfach damit zu tun, dass wir uns diese Woche vor 2 Jahren zum ersten Mal getroffen haben und sie mir gesagt hat, dass sie sich am Valentinstag ein Geschenk oder zumindest ein Treffen mit mir gewünscht hätte und sie hat nichts davon bekommen, und das fand ich dann fast toll, weil ich wusste, dass ich ihr etwas bedeute. Bald haben wir unser 2jähriges Jubiläum. Echt unglaublich. Manchmal kommt es mir eine Ewigkeit her vor, manchmal wie gestern.
Ich bin sehr froh, dass ich Nina habe. =)
Gestern habe ich im Übrigen als ich mit dem Lernen fertig war einen riesigen Teller Tomate-Mozzarella-Salat in der Küche stehen sehen und einen selbstgemachten Shrimps-Salat (lecker Wasabigeschmack!) und dann haben die Tomaten irgendwie sehr komisch geschmeckt und wir beiden konnten den Salat dann garnicht essen und das hat mir dann ganz arg doll leid getan. Das habe ich Nina auch auf den Rücken geschrieben, als wir zum Einschlafen Miss Marple gesehen haben. =)))

Von irgendwann mal (ein Nachtrag)

Heute Morgen sind es -4 Grad und wie so oft diese Woche komme ich kaum aus dem Bett. Ich brauche morgens nicht länger als eine Viertelstunde im Bad, zumindest dann, wenn ich nur an die BA fahre. Dort gebe ich mir mit mir keine große Mühe. Auch wenn ich mich mit mir manchmal wohler fühlen würde, wenn ich wie früher in Tübingen rumlaufen würde. Mal sehen, vielleicht werde ich wieder etwas mehr so sein. Natürlich immer nur abgeschwächt an der Uni und daheim dann ohne Grenzen. Ich schreibe deshalb darüber, weil es mich heute malwieder so richtig ankotze. Auch meine Schlagfertigkeit hilft da nicht. Dumme Kommentare sitzen dann irgendwie doch. Wobei es nun auch wieder nicht so schlimm ist. Aber manchmal komme ich mir schon vor wie früher, dass ich mich irgendwo abgrenzen will von diesen ganzen...nunja.

12.2.09

Sturmzeit

In Australien brennt die Welt, weil mal wieder jemand böswillig, unachsam, kopflos, menschlich bescheuert war. In Stuttgart dreht der Wind Schirme um, Regen macht Schuhe, Taschen und Gesichter nass und ich habe sinnvollloses (was für ein Neologismus, wow!) „Marketing“. Heute Morgen saß ich lernend am Esstisch, draußen stürmte es und ich hatte Kaffee und eine schlafende Nina bei mir in der Wohnung. Da möchte ich mich dran gewöhnen. =))))
An lernen muss ich mich stattdessen gewöhnen. Stillstand bedeutet Untergang, 2 Gänge runterschalten wäre trotzdem toll.

25.1.09

Fellsohlen

Ninas Mutter hat jedem von uns beiden Lammfelleinlagen geschenkt. Das klingt jetzt vielleicht ein wenig nach Spießertum und Opamode, aber meine Füße sind unglaublich toll gewärmt. ^^ Und weich ist es auch. Okay, da wurde ein kleines Lamm von seinen Haaren befreit.. Das empfinde ich als okay. =) Leider weiß ich nicht, ob das Schaf glücklich aufgewachsen ist. Andererseits: gibt es so was wie „Massenschafhaltung“? (mir ist bewusst, dass es große Schafherden gibt (Neuseeland und so ^^), aber ich würde das glaube ich – falls ich hier Unrecht habe bitte Bescheid geben – nicht als „nicht artgerecht“ bezeichnen. =)

Make my day! (Mittwoch)

Ich komme kaum aus dem Haus, ich bin müde, total abgespannt und down als ich aufwache.*mau* da nehme ich die Ankuschelversuche von Nina, die morgens noch leckerer zu riechen und noch weicher und wärmer als sonst zu sein scheint, natürlich gerne an. ^^

So eingelullt wie ich war, werde ich mindestens 15 Minuten zu spät an der BA sein. Naja, eigentlich möchte ich da heute sowieso nicht hin.Draussen ist es dann kalt, ich schaffe meinen Bus und am Bahnhof sehe ich einen Mann mit Baskenmütze, Brille mit runden Gläsern, Prototyp französischer Maler. Ich möchte ihm aus Sympathie ein Lächeln entgegenbringen, bis ich den TetraPak mit Wein sehe, an den er sich zu klammern scheint. Ich lächle ihn deshalb noch bewusster an und nicke ihm zu, er schaut mich etwas verdutzt an, naja, vll. erinnert er sich ja an mein Lächeln und ist dann etwas weniger traurig. Und wenn nicht, dann hab ich es wenigstens versucht. Es gibt Tage, an denen nimmt mich so was nicht sonderlich mit, aber heute hat mich das vorhin echt kurz fertiggemacht. Und dann macht es mich wieder wütend, so viele Menschen alleine zu sein scheinen mit ihrer Traurigkeit und ihren Problemen. Da hab ich es echt gut. =)

16.1.09

Kindergartenkinder

Heute saß ich wieder neben N., dem unreifsten, unsympatischsten Kerl meines Kurses. Heute war es toll sich gegenseitig gelbe Postits auf den Rücken zu kleben. Besser gesagt den Nerds aus der ersten Reihe. Bei uns sitzen in der ersten Reihe nämlich die wirklichen Klischeenerds. „Seltsamerweise“ sind sie alle nett. Auch wenn ich den Einen sympathischer finde als den Anderen, sie sind nett. Naja, denen muss man jedenfalls Zettelchen hintendrauf kleben. Witzigerweise hatte Zettelkleber N. selbst einen Zettel auf dem Rücken. Von mir angesprochen, wieso er das macht meinte N. „man müsse sich ja ablenken, wo es so langweilig sei“ und „das sei doch lustig“. Als ich ihn auf seinen Zettel auf seinem Rücken hinwies wurde er vorlaut und meinte „sei doch keeen Spießa“ (er ist aus Cottbus und hat einen relativ starken lokalen Akzent). Ich meinte, dass er mich für nen Spießer halten darf, wenn er möchte, aber dass ich ihn nicht nur kindisch finde, sondern sozial unterentwickelt. Worauf er nur undeutlich laberte.
Ich habe das Spiel nicht weiter mitgespielt. Allerdings werde ich ggf. mal laut verraten, dass er auf sein Notebook gelbe Notizzettel mit der Aufschrift „Excelsheet für: - Herr „X.“ – „Mutti““ geklebt hat. Man weiß ja nie, ich glaube dem sollte man mal kräftig gegen das Scheinbein treten ;-)
Ich lästere hier übrigens ziemlich kindisch drüber ab. Ist im Prinzip NICHT okay, aber ich möchte schon mal deutlich machen womit ich es jeden Tag zu tun habe.
Um mal etwas über mich zu lästern: ich schaue dauernd unfreundlich. Nicht gut. Und dann wieder beschweren, dass mich keiner mag...tss...

Aber: jetzt ist erst mal Wochenende! ^^

14.1.09

BA - Die Hölle auf Erden (oder so ähnlich)

Die letzte Woche war echt die Hölle, zumindest BA-mäßig. Wir hatten 3 Tage einen Kompaktkurs in „web engeneering“. 1,5 Tage lang Html & CSS (was nicht so das Problem war), dann einen halben Tag JavaScript lernen und dann eine Nacht und 8 Stunden lang Zeit ein Projekt abzugeben. *uff*
Ich war zusammen mit unserem Schwiegermutterlieblingsmetaller im Team. Da hätte es mich auch härter treffen können. ;-)
Naja, irgendwie läuft es drauf raus, dass er etwas mehr macht als ich. Eigentlich kein Problem, nur habe ich mein dickes Fell irgendwann vor 2-3 Jahren auf dem Schwarzmarkt verkauft und deshalb fühlt sich so was dann an wie eine Mischung aus Ameisensäure und alkoholhaltigem Rasierwasser auf nakter Haut – nicht wirklich schlimm, aber ganz schön fies.
Naja, jedenfalls musst selbst die 2-3 „checker“.Gruppen viel länger bleiben als gedacht, auch wenn die sich vll. Etwas weniger stressen mussten als das Gros von uns anderen.

Und: nein, ich werde nicht an der html dieser Seite rumbasteln. Hab ich denn zu viel Zeit?

6.1.09

Ferienendgedanken

Morgen geht die BA wieder los und ich denke über die letzten Wochen nach. Meine Ferien waren dank BronchitisAsthmaNebenhöhlenentzündung länger als vorgesehen, sehr angenehm, aber ers ist für mich noch schwieriger zu begreifen, dass es morgen wieder losgeht und mein Hintern klebt fester an dem so bequemen Sofa im Wohnzimmer als er es nach 10 freien Tagen schon würde. Es ist irgendwie seltsam, wenn ich mir vorstelle, dass ich nun nichtmehr überlegen muss, ob ich um halb 9 aufstehe oder ausschlafe. Komisch sich vorzustellen, dass ich bei Dunkelheit das Haus verlasse und nichtmehr neben Nina im Bett liege und wir uns darüber unterhalten, wie der Morgen draussen aussieht, wie er durch unser Schlafzimmerfenster fällt. Ich habe mich in den letzten Wochen viel um mich gekümmert, selten sinnvoll, immer sehr auf Erholung bedacht. Mittlerweile kann ich ganz gut sagen wie es mir geht, was ich möchte. Nicht, dass es vor meiner "Ferienzeit" nicht möglich gewesen wäre, aber ich kann es jetzt mit mehr Selbstverständlichkeit als vorher.
Es ist auch echt übles Zeug in den Ferien passiert. Zum Beispiel mein Vater, der sich weigert in mir mehr als seinen Sohn zu sehen, in Nina mehr als eine "Fremde" (er würde das so niemals sagen, aber er handelt genau so) und der es mit seiner Art geschafft hat, dass ich mich falsch verhalte. Ich fühle mich echt schlimm deswegen, weil ich es besser gekonnt hätte, weil jetzt Funkstille herrscht und ich nicht einfach hingehen und reden kann, obwohl ich das gerne würde.
Weihnachten ansich war super, zuhause, Käsefondue essen, kein Stress, ganz normal und dann mein Geschenk puzzeln (ich HASSE puzzeln, niemand schenkt mir ein Puzzle, niemand!!) und ein einfach toller Abend.
Und meine Geschenke kamen auch gut an. =)

An Silvester gab es zuerst lecker Fleischfondue bei Ninas Familie und dann Feuerwerk, Sekt und Ruhe in unserem Nest. Was völlig Neues für mich, schön, bewusst und ruhig. =)

Ansonsten ist es eher schwer die vielen schönen, erholsamen Momente zusammenzufassen. In jedem Fall lässt sich eines sagen. Die Ferien waren sehr sehr schön, ich werde versuchen jeden Tag, der da noch kommt, ein bisschen sowas wie diese Ferien zu haben und gleichzeitig jeden Tag ein Wenig von der Urlaubserholung nutzen =)


11.12.08

Elterntelefonate

Gestern Abend hat mein Vater bei uns angerufen. Ich war nicht zu hause und er hat Nina mit „Frau L...“ angesprochen. Ich hasse es. Vor allem weil ich Ninas Familie noch nie gesiezt habe. Und nun wohnen wir über 1 Jahr zusammen und meine Eltern können sich immer noch nicht herablassen meiner Freundin das „du“ anzubieten. *grml*
Dafür gibt es keine Ausrede. In der heutigen Zeit ist das meiner Meinung nach ein Statement. Und in der Kombi, dass mein Vater ja mit irgendwelchen Leuten, mit denen er Golf spielt auch das „Sie“ gar nicht erst in den Mund nimmt, macht mich das wahrlich wütend.*grml*
Überhaupt scheint sich für meine Eltern nicht die Frage zu stellen, wie es mir denn geht. Man will es besser nicht wissen, denn man könnte ja eine Antwort bekommen, die man nicht mag oder so. Gestern hat mein Vater mich gefragt „wie es mir geht und wo ich bin“ (nicht das er letzteres nicht schon von Nina erfahren hätte) und als ich meinte, dass es mir nicht so gut geht und ich ziemlich fertig bin und gerade nach Tübingen zu meinem Psychodok fahre meinte er nur „dann mag ich dich nicht weiter stören, meld dich mal wenn es dir besser geht“. Das hat er wörtlich gesagt.
Auf dieses „wir wollen glückliche Kinder“- und „bitte blos keine tiefgehenden Gespräche-Ding habe ich so was von keine Lust mehr. Und dazugelernt wird da wohl nicht. Und dann soll ich an Weihnachten so tun als würde es mit gut gehen, alles ist fein und wir sind eine tolle Familie und so. Ich bekomme gerade gute Lust, nicht hinzugehen.
Ich habe einen neuen Freund. Er ist klein, aus Stoff und ein Elch. Er heißt Ole. Den Namen habe ich mir ausgedacht und ich finde, dass Ole ein prima Name für einen Elch ist. Er ist klein und ich werde ihn immer mit mir rumtragen. Ole ist mein liebevoller Begleiter, der mich aufbaut, wenn es mir mal nicht so gut geht. Normalerweise macht Nina das immer, und wenn sie nicht da ist hilft Ole mir bestimmt bis ich nach Hause komme. Damit muss er sich abfinden. ^^ Das ganze war die Idee von meinem Psychodoktor und mal sehen ob das hilft. Ich bin nämlich ein ganz toller Benny, und wenn das mir noch mal jemand sagt ist das sicherlich nicht falsch, auch wenn ich mir schon ein bisschen komisch vorkomme, naja, eigentlich passt das ganz gut zu meinem Nummerntick ;-)

Mittwochabend

Ich stehe an der Bushaltestelle und friere wie ein Schneider.*brrr*schnippschnipp*brrrrr*
Ich lutsche an einem Cola-Zitronen-Loli, den mit Nina in meinen Adventskalender getan hat ^^ und nehme die Sheepworld-Tempos aus meiner Tasche, die auch im Adventskalender waren. Ich mag Sheepworlddinge ganz ganz arg. Schon seit es die Dinger gibt. Und Nina bereichert mich mit leckeren Sheepworlddingen und so. *yamyam*

Wolkenwatte

Gestern Abend/Nacht war es sehr sehr neblig. Wenn man auf unseren Balkon gegangen ist, fühlte es sich an, als würde man direkt in einer Wolke stehen. Herrlich. Wie ein Hamsterwattebett. Leider etwas kalt und feucht, aber sehr sehr schön. (danke mein Schatz für den Vergleich mit den Wolken...*küss*)

6.12.08

Scheunengedanken

Im Zuge des vorherigen Postings musste ich gerade an die Scheune denken. Eine kurze Erklärung: die Scheune war für mich die erste „richtige“ Gothic-Disko, sie musste irgendwann mal (vor 6, 7, 8 Jahren schließen weil das Gebäude abgerissen wurde). Es gab eine samstägliche Party, es gab viele Sitzgelegenheiten rund um die Tanzfläche, welche ich als ausreichend groß empfand. Es gab eine Bar mit einem total schiefen Billiardtisch, in der man sich stehend gut unterhalten konnte, der Club-Raum war so neblig, dass man sich regelmäßig in die Arme lief oder irgendwelche Stufen hinunterfiel, zumal es ausser beim DJ-Pult, an den 2 Bars, den Toiletten, und auf der Tanzfläche (aber nur sehr düster ^^) eigentlich kein Licht gab. Nur Kerzen und Grablichter. Draussen gab es einen Garten mit Feuerstelle, in dem man sich im Winter seine Würstchen grillen konnte, auch hier gab es 2-3 Bänke zum hinsitzen. Daneben gab es noch einen Durchgangsraum mit 2 oder 3 sehr sehr schweren Flippern und das „Kino“. Ein Raum voller Klappstühle, in dem 1-2 Horror- oder Vampirfilme liefen. Kann natürlich auch sein, dass auch mal was anderes lief, aber immer wenn ich dort war lief ein Horrorfilm oder Vampirfilm oder zumindest ein Thriller. Hier saß man entweder weil man völlig besoffen war, weil man mal für 5 Minuten nicht reden wollte, oder weil man einen Platz zum rummachen wollte. Ich erinnere mich nur zu gut an den Satz eines guten Freundes „Weißt du, es war schon irgendwie seltsam, du sitzt da mit einer heißen Braut und ihr küsst euch das erste Mal und nebenbei läuft „das Schweigen der Lämmer“.“ Diese ganz eigene Art von Romantik habe ich nie wieder erlebt.

Naja, jedenfalls gab es da noch wirklich eine bunte Mischung in der Szene und die Musik war auch wirklich als Gothic-Musik bzw. artverwandte Musik zu erkennen.

Jetzt bin ich doch wieder einer von denen die „früher war alles besser“ finden. Wäre es nicht an meiner Generation (ich sag jetzt mal vorsichtig zwischen Mitte 20 und Mitte 30) wieder etwas davon ins Hier und Jetzt zu bringen?!

PS: Verdammt klug geredet, Herr Benny, aber was machst du da draus????

Manchmal...

Manchmal lässt es sich einfach nicht verhindern, dass ich todtraurig bin. Ich glaube, dass sowas auf eine gewisse Art und Weise normal ist und ich möchte mein Blog auf keinen Fall zum rumjammern benutzen. Aber irgendwie gehört es auch dazu nicht nur die lustigen Momente hier zu veröffentlichen. Über denn Sinn oder besser Unsinn dieses Blogs streiten wir aber besser nicht. Keine Lust, ich habe Wochenende.
Jedenfalls:
Wenn ich einen dieser totalen Depri-Momente habe kommen dann solche Texte dabei heraus:

Ich sitze in der Bahn nach Herrenberg und wünschte ich könnte mich konzentrieren. Ich fühle mich gelähmt vor Angst. Unfähig auch nur irgendwie damit umzugehen. Heute morgen war ich ein klarer, kühler Gebirgsbach, der sich seinen Weg hinab ins Tal windet, mit Stromschnellen, Windungen, Moosbewachsenen Ufern, Farnen, die ihre Blätter in das eiskalte Wasser hängen lassen. Jetzt weiß ich nicht ob ich ein übergelaufener Tümpel an einem heißen Sommertag, oder der offene Ozean bei Windstärke 8 und mit meterhohen Wellen bin. Ich tendiere zum Ozean. Bahnfahren hat normalerweise eine beruhigende Wirkung auf mich, mal sehen was heute dabeiu herauskommt.

2.12.08

die Schlupfwespe 2.0

Nun habe ich schon zwei Tage an der BA hinter mich gebracht und ich glaube, ich stehe vor einer großen Aufgabe, mit viel Potenzial. Ich bin im Schnitt 5 Jahre älter als die restlichen 22 Studenten in meiner Klasse. Ich sehe anders aus, der Rest besteht aus Doppelkräglern, Strebern, Nerds, Normalos und *whatever*. Naja, ich bin da bewusst tolerant und offen, ich will ja nicht das Klischee vom engstirnigen, intoleranten, dauergriesgrämigen Grufti erfüllen. Leider bewegen sich die Gesprächsthemen meiner Mitstudenten auf hochpubertärem Mittelstufenniveau (ich kann verstehen, dass mein Arbeitgeber keinen 19jährigen Abiturienten wollte), ignorantem hirnschmalzlosem Gelabert, irrelevantem mit-der-Technik-Eierschaukeln und jeder zeigt sein Notebook vor usw. usf..

Nicht zu vergessen die veschiedenen „Lager“, 10x IBM, 4xHP, 4xTelekom, 4xAlcatel-Lucent und ich. Natürlich muss man sich da gegenseitig vergleichen und hin und her sticheln... Super ;-)

Besonders lustig auch, dass man sich mit mir interessiert unterhält – kein grimmiges Gesicht, sondern tolerante Offenheit – und dann, als ich erwähne, dass ich bei einer kleinen Firma arbeite, ein plötzliches Abbrechen meines Gegenübers. Keine weitere Kontaktaufnahme.

Nun kommt aber das große AAAABER:

Ich werde eine heilige Mission erfüllen. Ich werde die Schlupfwespe der Klasse sein. Vielleicht sogar das moralische Gewissen und ich verteile schon jetzt imaginäre Klapse auf Hinterköpfe. *lach* Auch wenn ich manchmal doch fassungslos bin (es ist Nachmittag, wir machen 10 Minuten Pause, der Quoten-Metaller geht in die Cafeteria im Erdgeschoss und kommt mit einem halbleeren Becks-Bier zurück, 2 andere Heinis im Schlepptau, auch Becks. Aber: nach einem kurzen Lachen, schüttle ich mit dem Kopf, gebe ein „da hat sich aber jemand noch nicht ausgelebt“ von mir und zu meiner Verwunderung geht es nicht nur mir so.

Ein kurzes Fazit: ich fühle mich etwas fremd, begreife das aber als Herausforderung und verbleibe mit einem „neutral“ als Urteil. Abfinden werde ich mich damit jedenfalls nicht, und es ist nie falsch sich auch mal einen Spiegel vorhalten zu lassen. =)

meine kleine Terrorzelle

In Stuttgart fällt mein Blick auf en Poster zu den „Stuttgarter Buchwochen“ bzw. auf das Logo des Veranstalters, den Börsenverein des deutschen Buchhandels.
Ich bin kein Vereinsmensch. Überhaupt weiß ich nicht recht was ich davon halten soll einer „Organisation“ anzugehören. Dafür dann auch noch Geld zu zahlen. Andererseits habe ich schon mehrfach mit dem Gedanken gespielt Greenpeace beizutreten. Etwas zu bewegen, Teil einer gesellschaftlichen Veränderung zu sein ist glaube ich schon was Tolles. Andererseits liegen mir größere Menschengruppen nicht sonderlich, das ist nur hinderlich bei Diskussionen. (Notiz an mich: gesamten Gedankengang im Hinterkopf behalten) Eine gesunde kleine Terrorzelle ist doch schon eher mein Ding ;-)

Advent, Advent, Adventskalender =)

Nina und ich basteln das halbe Wochenende an Adventskalendern, naja, ich eigentlich nur einen halben Tag, sie hat schon die halbe letzte Woche gebastelt und er ist einfach der Hammer. Ein Mobile aus selbstgenähten Strümpfen (aus Filz, aus glattem Stoff, geringelt, mit Spitzenabschluss, mit Naht, ohne Naht, aus Latex..). =)

Mir fehlen bis immernoch die Worte und ich bin wirklich ziemlich überwältig. Uuuuuuuuunnnnnnndd: Er ist voller Süßigkeiten! Gestern war ein PEZ-Spender mit „Wall-E“ drauf und 3 Päckchen PEZ drin, heute eine Sheepworld-Dose voller Fruchtsaftschafen ^^

*yamyam*

27.11.08

KerzenMusikAbendGefühle

Ich sitze auf em Bett und habe mich dazu "durchgerungen" einen neuen tollen Blogeintrag zu schreiben ^^ Nina bastet im Wohnzimmer einen Adventskalender für mich - was mich daran erinnert, dass ich meinen für sie noch nicht angefangen habe, da wird wohl am Wochenende eine große Bastelattacke anstehen =) -, ich höre Musik - was mich daran erinnert, dass ich dafür, dass ich bald wieder auflegen will, absolut nicht auf dem Laufenden bin, andererseits ist es eh sehr schwer unter der Flut an neuer Musik die Perlen herauszufinden -, wir haben uns gegenseitig Kerzen angezündet und ich fühle mich supersondersauwohl. Nun wird es Zeit mich wieder bei meinen "Pappenheimern" zu melden ^^ damit betreffende Personen auch was davon mitbekommen, dass ich an sie denke - Gedankenübertragung wäre schon was tolles, nur: wie schaffe ich es die Gedanken der anderen Menschen auch mal draussen zu halten.
Aus den winzigen Boxen unseres Laptops dringen klassische Elektrosongs ;-)
damit meine ich atbewerte, qualitativ hochwertige elektronische Musik. Okay, Covenant. Zufrieden?!

Bevor ich es vergesse: niemals die Lautsprecher eines Lenovo-Business-Notebooks benutzen. Monoautsprecher stinken. ^^

Mathe ist übrigens auch ein Arschloch. Aber dazu kann ich nächste Woche, wenn die BA losgeht mehr erzählen. ;-)

Ansonsten ist die Lebenslage heute entspannt, ich sitze auf einer Tannenspitze auf dem Klo, kühle meinen, von explosiven Durchfällen geplagten, Hintern und freue mich darüber, dass Nina und ich herrlich albern sind. Und das obwohl wir ab und an Nachrichten sehen, unter Menschen gehen und auch noch in Deutschland leben ;-)

Das nenne ich mal einen Blogeintrag.
Sehr gelöst und entspannt euer
Benny

22.11.08

Wieder mal Bahnfahren mit Benny. (Vorsicht Zynismus, Ironie,...)

Gespräche über Pferde – drei TennagerPseudoErwachsene Gören und ihr obligatorischer schwuler Freund. Alkoholgeruch von der obligatorischen Wochenend-Sauf-Gruppe.Minderjährige, die auf dem Heimweg sind, die nicht länger als 12 wegbleiben dürfen. Penetrante, versnobt dreinblickende „Bessergestellte“. Wichtig aussehende Anzugträger, neben der Oma mit dem Pelzmantel.

Will ich diese Stereotypen sehen oder sind sie wirklich da?

ch bin voller vorgefertigter Bilder in meinem Kopf, urteile obwohl ich selbst nicht beurteilt/verurteilt werden möchte. Ich sollte das lassen. Oberflächlichkeit und Intoleranz. Ich bin auch nicht viel besser als die Menschen, die sich nach mir und Nina umdrehen, wenn wir Hand in Hand unseren Einkaufswagen durch den Marktkauf schieben. Ich war auch mal biertrinkend in einer S-Bahn, ich habe auch mal nur bis 12 wegbleiben dürfen.

Das Einzige an das ich mich vielleicht nie gewöhnen werden kann ist dieses Mischmasch an Gerüchen und Gestänken. Sind sie in allen S-Bahnen der Welt gleich? Oder nur in Stuttgart? Gerade riecht es nach Gummibärchen weil der "schwule, feminine, gut zuhören könnende Teenager" eine Tüte voll isst. Vielleicht ist er ein übler Drecksack, der nicht zuhört und alle scheiße behandelt weil er so unglücklich darüber ist, dass er schwul ist und nicht den Mut hat es anzunehmen und zuzugeben (nicht, dass es einfach wäre, um Himmels willen).

Ich bin schrecklich gerne zynisch. Und ich mache mich über mich selbst lustig. Man sollte sich immer an seine eigene Nase fassen.


(Anm. von Benny: ich habe heute ein neues Wort für Nase gelernt: "Breschdleng" - eine besondere Sorte Nase, wer mir sagt was für eine Sorte "Nase" es ist, bekommt keine Waschmaschine. ^^)

I'm a family guy (not the tv show!)

Es ist Freitag Nacht, halb 12. Ich war bei einer Familienfeier. Meine Familie ist schon seltsam. Aber auch herrlich locker und unverkrampft. Und alle sind musikalisch. Es ist schon seltsam, wenn 25 Familienmitglieder zusammen vor dem „Geburtstagskind“ stehen und ein selbstgedichtetes Lied singen, laut und richtig. Nicht schräg oder falsch, sondern laut und richtig. Und meine beiden Cousins haben beide einen „alternativen“ Musikgeschmack was ich wirklich sehr witzig finde. Der jüngere – 17 - ist ein großer Fan von Schandmaul während der andere (ich glaube er ist 19 oder 20) Metal und Metalcore (diese Stilrichtung habe ich noch nie verstanden, das ist einfach Metal oder harter Crossover für mich...) hört. Ich mag die beiden und wir haben uns nett unterhalten. Auch sonst war es ziemlich locker und ungezwungen und ich merke, dass ich doch irgendwie ein Familienmensch bin. Ich könnte das nicht immer haben, aber so ab und zu ist eine gesunde Dosis Familie doch ganz gut. Leider war Nina nicht dabei, aber das nächste Mal dann bestimmt. Ich bin schon ganz bald bei ihr und kann es kaum erwarten sie zu sehen. ^^ *freudifreu*