11.1.08

Reflexionen

Ich sitze in der Bahn nach Tübingen und sehe nach draussen. Es ist neblig ohne Ende und ich mag es. Zumal es nicht gar so kalt ist, was natürlich auch daran liegen kann, dass ich gerade noch unter der heissen Dusche stand und ich die Kälte deshalb nur nicht so stark spüre, und ich mich sehr wohl fühle.

Ich blogge das erste Mal seit Wochen in der Bahn und ich merke wie sehr ich es vermisst habe zu tippen, aus dem Fenster zu sehen und die Welt an mir vorbeirasen zu sehen.

(innere Notiz an mich: öfters in der Bahn bloggen/schreiben)


Überhaupt hat sich sehr viel verändert. Insbesondere ich. Das ist gut. Vor allem deshalb, weil ich merke wie sehr ich mich in den 3 Jahren, seit ich bei meinen Eltern ausgezogen bin verändert habe. Ich bin verschlossener, habe mehr Probleme damit Wahrheiten auszusprechen und mich der Realität zu stellen. Mann könnte sagen ich habe mir angewöhnt verschlossen und verlogen zu sein. Mir selbst gegenüber und anderen. Mit Nina hatte ich darüber schon viele Gespräche und es hat wirklich sehr lange gedauert, bis ich alles in der vollen Bandbreite begriffen habe, was mir natürlich leid tut, immerhin hat sie es nicht verdient erst immer hinterher die Wahrheit zu erfahren, was eigentliche Kleinigkeiten schnell zu etwas größerem Macht als sie sind. Aber ich hatte von mir doch ein wirklich festgefahrenes, starkes „Von-mir-selbst-überzeugt-sein“-Gefühl und das wiederum hat mir es wirklich schwer gemacht manche Dinge zu sehen. Das könnte ich jetzt noch weiter austreten, aber dafür ist hier nicht ganz der richtige Ort. Zumal es Leute gibt, die es nichts angeht, wie es mir geht und was ich treibe und die hier mitlesen. Sicher etwas paradox, immerhin ist dies hier ein Blog und ja dazu gedacht meine Gedanken publik zu machen, aber ich schweife ab. Kurz gefasst: Benny muss wieder offener werden und ehrlicher sein!

(2. Notiz an mich: weitermachen!)

Eine weitere Veränderung, die mir mehr und mehr bewusst wird ist die unangenehme Art, dass ich zusehens meinen Gesprächspartnern ins Wort falle. Dabei bin ich alles andere als ein respektloser Mensch. Und dadurch werden Gespräche mit mir echt anstrengend für meine Gegenüber.

(Deshalb eine weitere Notiz an mein inneres schwarze Brett: Abstellen!)

Das klingt schwer nach Traurigkeit, sicher ist das alles manchmal schwer, aber es fühlt sich gut an, endlich mich und vieles um mich klarer zu sehen und das wiederum hilft mir in meiner Beziehung und meinen Freunschaften usw.. Man könnte sagen, ich bin gerade dabei mich neu wiederzufinden, nicht immer einfach, bisher gab es auch viele – okay, zuviele – Rückschläge, die ich viel zu spät erkannt habe, aber ich denke, ich bin gerade dabei wieder den alten Pfad zu entdecken, den ich, aus für mich noch ungeklärten Gründen, verlassen habe.


Man merke: es geht voran.


1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

=)
Das ist schön.
Ich wünsche dir viel Erfolg dabei. Das Leben meistern, hm. Das sollten viel mehr Menschen machen.